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Barcelona November 2005

Vom 2005-11-27 bis 2005-12-01 ein paar Tage in Barcelona. Mit dem Frühflieger von Ryanair nach Gerona, mit dem Bus in die Stadt und dann mit dem Zug bis nach Gracia, ins Zentrum von Barcelona. Das ist eine Alternative zum direkten Bus nach Barcelona, wenn man dazu mal keine Lust hat. 

Abgestiegen diesmal im Hotel Apsis Gran Ronda, in der Nähe der Universität. Ein 2005 neu eröffnetes Hotel mit ganz gutem Komfort und vor allem freiem Internet Zugang an zwei Terminals in der Halle. Kostenpunkt 65.- € das Einzelzimmer.

Das Wetter nicht so berauschend (ca. 14 - 17 Grad, aber meist bedeckt).

Vallvidrera und Tibidabo

Einen Tag bin ich nach Vallvidrera hinauf gefahren. Vallvidrera liegt etwa 300 m oberhalb nordwestlich des Stadtkerns von Barcelona. Vom Plaza Cataluna aus fährt man mit der Linea Balmes der FGC (das Netz hängt nicht direkt mit der Metro zusammen und hat einen separaten Einstieg direkt am Cafe Zurich) bis zur Funicular (Seilbahn) und mit der dann nach Vallvidrera hoch. Vallvidrera war früher ein Erholungsort der der reichen Barcelonesen. Von den Aussichtsterassen konnte man die ganze Stadt überblicken. Leider sind diese Aussichtspunkte inzwischen der Grundstücksspekulation zum Opfer gefallen. Von Vallividrera aus geht der Bus 111 alle halbe Stunde weiter zum Tibidabo.

Tibidabo

Der Tibidabo ist etwa 500 m hoch, auf seinem Gipfel steht die Kirche Sagrat Cor, hässlich aber imposant, mit einer gigantischen Christus Statue, zu er man über einen (kostenpflichtigen) Aufzug und eine anschliessende Treppe gelangt. Schwindelfreie haben von dort einen herrlichen Ausblick über ganz Barcelona und auf der anderen Seite bis hin zu den Pyrenäen. Die Kirche wurde erst Anfang des zwanzigsten  Jahrhunderts erbaut und sollte die Ausschreitungen gegen die Kirchen und Klöster während der Semana Tragica 1909 sühnen. Daneben gibt es noch einen etwas nostalgischen Vergnügungspark, in dem bei schönem Wetter ordentlich Trubel herrscht. Im Winter allerdings ist er geschlossen.

Den Tibidabo kann man auch von der anderen Seite mit der Tramvia Blau, einer historischen Strassenbahn, und anschliessend einer Seilbahn erreichen.

Literatures de l'exili im CCCB

Im Centro de Cultura Contemporaneo (CCCB) lief die Ausstellung Literatures de l'exili, die sich mit der Exilliteratur hauptsächlich Kataloniens zur Franco Zeit befasst. Anhand von Aussagen von Zeitzeugen und Dokumenten bekommt man einen Einblick in die Situation und die Lage der Exilierten, die nach der NIederlage der Republik zunächst nach Frankreich emigrierten. Gedenksteine an den Übergängen in den Pyrenäen am Coll de Manrella, dem Coll d'Ares und Portbou erinnern daran. Aber auch die Konzentrationslager, die in Frankreich vor allem an der unmittelbaren Mittelmeerküste und in Adge errichtet wurden und von denen aus viele Spanier nach Mauthausen geschafft wurden. Später emigrierten die Republikaner in mehreren Wellen hauptsächlich nach Mexico und Chile, wo sie teilweise blieben, aber auch nach der Wiederherstellung der Demokratie zurückkehrten. Leider ist die Ausstellung in weiten Teilen rein Katalanisch, aber dennoch ein Gewinn.