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Barcelona September 2006

Vom 28.September bis 02. Oktober für ein langes Wochenende in in Barcelona,  wieder in der Wohnung in Hostalfrancs, die ich schon früher beschrieben habe. Flug mit Condor für 19.-€  ab München. Temperatur in BCN so um die 26 Grad, tagsüber ist es noch so, dass man ins Schwitzen gerät.

Da die Zeit kurz und das Erholungsbedürfnis gross war, bewusst kein Programm ausser Erholen und Kino.

Freitag 29. September Gracias por fumar im Icaria

Nachmittags im Icaria, dem Kino mit den meisten OmU Filmen Thank you for Smoking angesehen. Im Mittelpunkt steht Nick Naylor, der als Lobbyist für die Amerikanische Tabakindustrie arbeitet. Obwohl man vermuten könnte, dass es sich bei diesem Film um eine Anklage der Tabakindustrie dreht, ist es mehr ein Film über Opportunismus und darüber, wie man mit Herz und Seele eine schlechte Sache verteidigen kann, weil man seine Hypothek bezahlen muss. Aaron Eckhart als Nick Naylor durchaus sympathisch auch und gerade wenn er von der Journalistin Heather Holloway (Kathie Holmes) in zweifacher Hinsicht aufs Kreuz gelegt wird.

Samstag 30. September Salvador im Icaria

Die siebziger des letzten Jahrhunderts waren die Jahre, in denen Protest und Kampf um gesellschaftliche Veränderung untrennbar mit Rockmusik verbunden waren. Und so beginnt auch der Film von Manuel Herga SALVADOR, der das Leben von Salvador Puig Antich erzählt, der 1974 als letzter Politischer Gefangener Francos durch die Garotte zu Tode gebracht wurde. Das alte Franco System liegt im Sterben, die ETA hat das Auto des designierten Franco Nachfolgers Carrero Blanco und ihn selbst in die Luft gejagt, auf der Strasse mehren sich die Proteste und Slavador Puig schliesst sich der MIL, der Movimiento Ibérico de Liberación an. Der erste Teil des Films schildert die Aktivitäten dieser Gruppe und fängt den Zeitgeist von Sex and Drugs and Rock 'n Roll Klasse ein. Aber irgendwann wird Salvador gefasst und bei der Verhaftung stirbt ein Polizist. Spätestens ab da kennt das System keine Gnade mehr, und so spielt der zweite Teil vorwiegend im Gefängnis und schildert den langen und vergeblichen Kampf um das Leben von Salvador Puig. Ein Film von hoher Intensität, mit einem hervorragenden Daniel Brühl in der Hauptrolle.

Sonntag, 1. Oktober El viento que agita la cebada

Der dritte Film meiner kleinen Reihe, The Wind That Shakes the Barley von Ken Loach, wieder im Icaria. Loach wird in der BRD ja nicht so oft gespielt, aber hier ist er ein absoluter Star und das mit Recht. Der Film handelt von dem Kampf der Iren gegen die Engländer zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Alle wollen die Freiheit und einen eigenen Staat, aber manche wollen darüber hinaus auch soziale Gerechtigkeit. Das ganze wird abgehandelt an zwei Brüdern Damien und Teddy, die lange einen gemeinsamen Weg gehen, bis man sich entscheiden muss, ob man den Kompromiss der Engländer annimmt, oder weiter für seine Ideale kämpft.

Montag, 2. Oktober mittags Rückflug nach München

Mit dem Mittagflug 14.55 von Condor in zwei Stunden nach München, und von da aus mit dem Zug in drei Stunden nach Mannheim.