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Piran Oktober 2006

28. Oktober bis 2. November in Piran. Flug mit Ryanair nach Triest (Monfalcone) für 35.- Euro pro Person, Dauer eine Stunde. Von dort mit dem Auto ins etwa 80 km entfernte Piran in Slowenien. Die Temperatur so um die 23 Grad tagsüber, meistens sonnig, also so, dass man draussen in den Strassencafes sitzen kann.

Piran liegt ein paar Kilometer entfernt von der italienischen Grenze auf einer Halbinsel, nahe Koper. Ein Ortsteil davon ist Portoroz, das eigentlich keinen Ortskern hat, sondern aus Hotels am Strand besteht. Dort wohnten wir im Grand Hotel Palace (750.- das Doppelzimmer für 5 Tage). Das Hotel ist exquisit ausgestattet, bietet kostenlosen Internetanschluss im Zimmer und hat ein angeschlossenes Wellnesscenter mit Schwimmbad, Sauna usw. Insgesamt zu empfehlen, wenn man diese Sorte Hotels mag.

Slowenien und die slowenische Adriaküste

Slowenien war 1991 die erste jugoslawische Teilrepublik, die sich abspaltete und Eigenstaatlichkeit beanspruchte. Als Staatsgrenzen wurden die der ehemaligen Teilrepublik angenommen, womit ein schmaler Teil der jugoslawischen Adria im nördlichen Istrien an Slowenien fiel. Das restliche Istrien gehört zu Kroatien. Die Grenzen vor allem zu Kroatien sind bis heute umstritten. Bis 1958 gehörte zudem der heute slowenische Adriaabschnitt zum freien Territorium Triest, das teils von Italien und teils von Jugoslawien verwaltet wurde. Insgesamt also eine eher verwickelte Lage, die im touristischen Alltag aber nur durch die italienisch - slowenische Zweisprachigkeit und die Tatsache. dass man schneller als erwartet über irgendeine Staatsgrenze fährt, deutlich wird. Gezahlt wird im EU-Land Slowenien ab 2007 übrigens mit Euro.

Montag in Triest

Triest liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Slowenien entfernt und hat ebenfalls eine sehr wechselvolle Geschichte. Etwa 500 Jahre gehörte Triest zu Österreich, dazwischen war es von Venedig und Frankreich besetzt, 1919 schliesslich wurde es Italien zugeschlagen. Nach dem zweiten Weltkrieg ging ein grosser Teil des Umlands an Jugoslawien.

Wir sind ein paar Stunden durch Triest spaziert, über seine grossen Plätze, vorbei an Bauten, die an Wien erinnern. Zu wenig, um einen tieferen Eindruck zu gewinnen, genug, um das Interesse an einem erneuten Besuch wachzuhalten.

Der Karst

Dienstag ein kurzer Abstecher in den Karst, den aus Kalksandstein bestehenden Gebirgszug, der im Triester Hinterland von Monfalcone bis Muggia reicht. Gerade jetzt im Herbst eine farbenprächtige Landschaft, von deren Höhen man weit über das Meer sieht. In der Nähe von Muggia haben wir bei der Gelegenheit einen Geocache gehoben.