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Barcelona November 2008

Nach längerer Zeit wieder einmal in Barcelona, wenn auch nur für ein paar Tage (2008-11-08 bis 2008-11-11). Anreise mit Lufthansa für 170 €. Diesmal wohne ich wieder privat in der Calle Casanova 193, bei Michel, einem netten Menschen, der in seiner Wohnung nebenher noch Zimmer vermietet. Angenehme Atmosphäre und absolut fairer Preis. Mein Zimmer liegt zur Strasse, man bekommt also Barcelona live mit. WLAN ist vorhanden, eigenes Bad, Küche kann mitbenutzt werden.

Das Wetter, als ich ankomme bedeckt, aber dann am Nachmittag reisst der Himmel auf und die Menschen sitzen in T-Shirts in den Strassencafes. So bleibt es auch die ganze Zeit.

Calle Casanova Calle Casanova Calle Casanova Blick vom Balkon Calle Casanova Blick vom Balkon

 

 

 

 

Francesc Maciá

Plaza Francesc Maciá Die Wohnung liegt fast an der Diagonal in der Nähe des Plaza Francesc Maciá, in der Gegend war ich schon einige male, zum Beispiel im Hotel Derby. Verkehrstechnisch kommt man von hier aus mit dem Bus Nr. 7 in ein paar Minuten fast an den Plaza Catalunya und auch zu Fuss ist es nicht wirklich weit.
Der Platz ist nach dem gleichnamigen katalanischen Politiker benannt. Francesc Maciá war von 1931 bis 1933 Präsident der Generalitat.  1931 rief er die Katalanische Republik aus, nachdem seine Partei, die  Esquerra Republicana de Catalunya die Wahl gewonnen hatte. Die ERC, eine links-nationalistischen Partei, spielt heute noch eine Rolle in der katalanischen und spanischen Politik. Nach seinem Tod folgte ihm Lluis Companys im Amt. Der Plaza Francesc Maciá ist eigentliche eine riesige Strassenkreuzung, von der aus auch die Travessera de Grácia abzweigt, über die man nach Grácia ins Verdi gelangt. 

Cenizas del Cielo

Cenizas del CieloDort war ich dann am Abend in cenizas del cielo, der gerade auch in Mannheim im Filmfestival läuft. Die Auseinandersetzung um die Schliessung eines Kohlekraftwerks in Asturien. Die eigentliche Story ist eher konventionell, Arbeitsplatzbesitzer gegen Naturschützer, aber der Film gewinnt durch die Darsteller und Asturien kommt einem nahe.

 

 

Nosotros Alimentamos al Mundo

Noch ein Film im Verdi, we feed the world, ein Dokumentarfilm über die Ernährungssituation und die Nahrungsmittelindustrie. Jede Menge Fakten und Zusammenhänge. Etwa 850 Millionen Menschen leiden Hunger und das bei einer Nahrungsmittelproduktion, die für das Doppelte der jetzt lebenden Menschen ausreichen könnte. Auf den Märkten Senegals unterbieten subventionierte europäische Lebensmittel den Preis einheimischer Produkten um zwei Drittel. Das alles, weil wir uns entschieden haben, den Markt die Dinge regeln zu lassen, anstatt selbst zu entscheiden.

Vicky Cristina Barcelona

Und Verdi, die dritte, Vicky Cristina Barcelona, eine Viereck-Geschichte von Woody Allen mit absoluter Klasse Besetzung. Javier Bardem und Peneolope Cruz als Ex-Paar, das nicht voneinander lassen kann und Scarlett Johansson und Rebecca Hall als Freundinnen, die beide dem Charme des gleichen Mannes erliegen. Das in Barcelona in Szene gesetzt ergibt einen tollen Film.

El infierno vasco

Gesehen im Alexandra, ein Dokumentarfilm über die etwa 200.000 Menschen, die das Baskenland in den letzten 40 Jahren verlassen haben. weil sie die Auseinandersetzung um den Nationalismus nicht mehr ertrugen, oder von der ETA konkret bedroht wurden. Und das bei etwa 2 Millionen Einwohnern insgesamt. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, wird die Botschaft doch klar. Der Kurs der ETA hat sich festgefahren und schadet dem Land mehr, als es ihm nutzt.

Passend dazu ein Bericht in der El Pais vom Sonntag, dass sich führende Vertreter der ETA abgespalten hätten und eine eigene Organisation gründen würden. Am Montag allerdings ist das Thema schon wieder verschwunden.

Cerveseria Catalana

Cerviceria Catalana Schräg gegenüber dem Alexandra in der Calle Mallorca, Ecke Rambla de Catalunya liegt eine Tapas-Bar, die ich schon seit Jahren frequentiere, wenn ich in Barcelona bin, weil sie wohlschmeckende Montaditos anbietet. Ein paar kleine Tische auf der Strasse, ein paar Plätze an der Bar, einige Tische im Inneren, immer viel zu wenige, wenn die Barcelonesen zum Essen ausgehen.

Wenn es zu voll ist, was oft vorkommt, kann man ins Ciutat Condal an der Rambla de Catalunya, Ecke Gran Via ausweichen, gleicher Besitzer und gleiche Qualität.

 

Che el argentino

Che, el argentino Che el argentino, der letzte Streifen für diesen Urlaub, angeschaut im Casablanca Gracia, einem etwas verstaubten Kino, aber mit interessanten Filmen. Mit einem langen Anlauf hat Benicio del Toro der auch die Hauptrolle spielt, diesen Film unter der Regie von Steven Soderbergh produziert. Allein del Toro macht diesen Film schon sehenswert, aber auch die nachgestellten Szenen in Schwarzweiss der Auftritte Che Guevaras vor der UNO lohnen.