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Bad Reichenhall August 2009

Ein verlängertes Wochenende in Bad Reichenhall, 2009-08-14 bis 2009-08-17. Bad Reichenhall liegt zwar am Ende der Welt, ist aber normalerweise von Mannheim aus gut mit dem Zug zu erreichen, da eine direkte IC-Verbindung zwischen Heidelberg und Freilassing besteht, die auch eine Fahrradmitnahme ermöglicht (etwa 80 € mit Bahncard pro Person). Diesmal war zumindest auf der HInfahrt alles anders.

Zugfahrt

Kurz vor dem Bahnhof Heidelberg bleibt die S-Bahn von Mannheim kommend stehen und setzt nach etwa 20 Minuten Wartezeit nach Wieblingen zurück. Gut, dass man ein Fahrrad dabei hat. Am Bahnhof Heidelberg angekommen, wird klar, dass der Zug nach Freilassing ausfällt. Stromausfall, alle Züge werden um Heidelberg herumgeleitet. Anstatt gleich mich mit der OEG nach Weinheim aufzumachen und dort in den nächsten Zug 2 Stunden später einzusteigen, verliere ich wertvolle Zeit mit dem Versuch, meine Fahrradreservierung umschreiben zu lassen. Geht nicht, wäre auch nicht sinnvoll gewesen, da der nächste Zug auch noch ausfällt. Irgendwann erwische ich einen Zug nach Stuttgart, danach mit dem ICE und Fahrrad (grosse Ausnahme) nach München und dort werde ich abgeholt. Fahrtzeit alles in allem etwa 10 Stunden, statt erwarteter 5. Moderne Abenteuer, dafür ist die Rückfahrt Montag morgens um kurz vor 6 Uhr total problemlos. Man ist um ca. 11.30 in Mannheim und kann noch bequem arbeiten gehen.

Bad Reichenhall

Ein ziemlich verschlafener Kurort, mit einer interessanten geschichtlichen Vergangenheit. Wenige Kilometer von Salzburg entfernt, mit einem milden Klima gesegnet und etwa 450m hoch gelegen, bietet Bad Reichenhall einen idealen Standort für Fahrradtouren und natürlich auch Wanderungen. Unterkünfte finden sich jede Menge, da der gesamte Ort für Fremdenverkehr ausgelegt ist. Wir hatten ein Appartement und haben von dort aus zwei Mountainbiketouren unternommen.

Zur Inzeller Höhe

Inzeller Höhe Eine Tour, die man auch mit dem Trekkingbike fahren kann, Die Tour startet in Bad Reichenhall und führt zunächst an der Saalach entlang durch Wiesen nach Piding und von dort nach Aufham und Anger. Ab da geht es auf einer Forststrasse die Stoißer Ache entlang zur Inzeller Höhe hinauf. Ab da wieder hinab Richtung Inzell und dann nach Weissbach. Dort muss man ein Stück die Deutsche Alpenstrasse entlang, was mit dem Fahrrad nicht so angenehm ist. Diese verlassend gelangt man zum Thumsee, der auch zum Baden einlädt. Danch zurück nach Bad Reichenhall. Dort wie unterwegs gibt es immer wieder nette Wirtshäuser mit deftigem bayrischen Mahlzeiten oder leckerem Kuchen. Tourdaten finden sich hier.

 

Zur Mordau Alm

Blick von der Mordau Alm Am nächsten Tag zur Mordau Alm, die auf etwa 1.200 m Höhe liegt. Diese Tour ist um einiges anspruchsvoller, sowohl was die Streckenführung, als auch was die Steigungen und Höhenmeter (etwa 900m) betrifft. Die Tour startet in Bad Reichenhall und führt zunächst am Saalachsee entlang nach Unterjettenberg. Dann, mit einem kleinen Stück Deutsche Alpenstrasse zuvor, auf einer alten Salzroute den Schwarzbach entlang, bis man wieder auf die Deutsche Alpenstrasse stösst. Diese wieder ein kleines Stück entlang, geht es über einen Wanderweg und danach einer Forststrasse am Taubensee vorbei zur Mordaualm. Das letzte Stück ist schon ein wenig steil, aber der Blick auf der Mordaualm entschädigt. Von der Mordaualm hinab geht es über einen kurzen Singletrail, der nicht ganz einfach zu fahren und selbst beim Schieben mit Vorsicht zu geniessen ist. Aber bald ist man wieder auf Forst- und Wanderwegen angelangt, die keine grossen technischen Ansprüche stellen. Den Rest der Strecke nach Bad Reichenhall zurück kann man es rollen lassen. Bis auf das kurze Stück nach der Mordaualm eher Ansprüche an die Kondition als an die Technik. Tourdaten finden sich hier.

Kino

Maria, ihm schmeckt's nicht

Bad Reichenhall hat ein interessantes Kino, das man in einem solchen Ort überhaupt nicht vermuten würde. Keine Mainstream-, sondern eher Programmkino, ist es immer einen Besuch wert. Auch wenn Maria, ihm schmeckt's nicht kommt. Kein Film, den man sehen muss, aber für einen Abend im Urlaub ganz brauchbar.