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Banyoles Dezember 2009

Den Jahreswechsel verbringen wir in Banyoles, diesmal drei Wochen vom 2009-12-19 bis 2010-01-08. Die Anreise zum ersten mal seit langem wieder mit dem Auto, das randvoll mit Sachen beladen ist. Erstaunlich wie viel man in Urlaub mitnehmen kann, wenn man nicht fliegt. Ausgerechnet an diesem Wochenende Kälteeinbruch mit Schnee und Eis in ganz Europa, Flüge gehen nicht, der Eurostar bleibt im Tunnel stecken, gemessen daran haben wir es noch relativ komfortabel, trotz Schnee auf der halben Strecke bis Lyon. Dementsprechend auch die Fahrtzeit von morgens 6 Uhr bis abends 23 Uhr ohne größere Pausen für die etwa 1150 km. Aber auch wenig Stau und insgesamt klappt alles gut. Die Temperatur bei der Abfahrt -13 Grad, bei der Ankunft etwa 1 Grad. Das bessert sich mit der Zeit und zwischendrin gibt es auch schöne Tage, an denen man draussen sitzen kann, aber insgesamt ist es einfach kalt.

Die Rückreise am 09. Januar ist geprägt von Schneesturm DAISY, der an diesem Tag besonders Südfrankreich in Atem hält. Ab der französischen Grenze schneit es, die Autobahnen werden für den Lastverkehr gesperrt, kilometerlange LKW-Schlangen, die einfach auf der Autobahn angehalten werden, die PKW schleichen mit 20 km/h hinter Schneepflügen her. Wir schaffen 600 km bis knapp hinter Lyon nach Villefranche in etwa 13 Stunden und übernachten dort im Mercure für 100 € das Doppelzimmer mit Frühstück. Am nächsten Tag die zweiten 600 km bei eisiger Kälte, aber ohne dass es schneit in 8 Stunden bis Mannheim. 

Die Wohnung

Wir wohnen im Zentrum von Banyoles, nahe der Plaza Mayor. Bei der Ankunft ist noch einiges zu erledigen, das wir in den ersten Tage angehen. So vergeht die erste Woche wie im Flug mit aussuchen, einkaufen, einrichten.

Silvester in Banyoles

Mittlerweile haben wir ja schon reichlich Silvestererfahrung in Spanien, aber, dass die Glocke des Kirchturms von Madrid um 12 mit einem Tamburin geschlagen wird, das haben wir das erste mal im l'Arpa in Banyoles erlebt. Vorher ein exquisites Vier-Gänge Menu mit verschiedenen Weinen für etwa 100 € pro Person, anschliessend ab 1 Uhr ein städtisches Feuerwerk am Rathaus. Es sind nicht ganz so viele Menschen da, wie wir erwarten, aber die die da sind, sind umso engagierter.

Silvester im l'Arpa Feuerwerk vom Dach des Rathauses Feuerwerk vom Dach des Rathauses Neues Jahr vor dem Rathaus

Wir beschliessen den Abend in unserer Wohnung.

2010 TVE1 verzichtet auf Werbung

Mit Beginn des Jahres verzichtet RTVE vollständig auf Werbung. Das sind etwa fünf Stunden täglich, die nun mit Programm gefüllt werden müssen. TVE verspricht eine grosse Qualitätsoffensive. Das Beispiel sollte Schule machen.

Kino

Diesmal zwei Filme im Albéniz in Girona.

No es tan facil

Eine Komödie (mehr oder weniger) mit Merryl Streep, die seit zehn Jahren geschieden ist und anlässlich irgendeiner Feier wieder auf ihren Ex-Mann trifft. Alte Gefühle kommen hoch und ein Architekt dazwischen, die drei gemeinsamen Kinder tragen ihren Teil dazu bei, dass die beiden sich wieder näher kommen, aber kein Ende a la Hollywood mit erneuter Hochzeit, sondern Ende offen. Merryl Streep vor allem macht den Film sehenswert.

Celda 211

In Spanien hoch gelobt und nicht zu unrecht, ein Justizangestellter gerät an seinem ersten Arbeitstag in eine Gefangenenrevolte und muss, um seine Haut zu retten, sich als Gefangener ausgeben. Bald wird er zu einem der Anführer der Revolte und entwickelt Verständnis für die Lage der Häftlinge. Von der Machart her ein Thriller, verwischen sich in dem Film immer wieder die Grenzen zwischen den Häftlingen und deren Aufseher. Die Darsteller hervorragend.

Touren mit dem Rad und zu Fuss

Mit dem Rad Richtung Vilademuls

Am zweiten Weihnachtsfeiertag eine kleine Tour zum Eingewöhnen. Der Himmel bedeckt, es ist nicht richtig warm. Obwohl wir nur zwei Stunden unterwegs sind, sind wir ziemlich geschafft.

Mit dem Rad Richtung Pujarnol und Rocacorba

Einen Tag später Richtung Pujarnol, vorbei an dem Einstieg unserer Wanderung vom Oktober. In Pujarnol angekommen, entschliessen wir uns, der Strasse weiter zu folgen. Bis Pujarnol war die Steigung sehr kommod, aber ab da geht es nicht mehr unter 8% und bis zu 11%. Drei Kilometer vor Rocacorba kehren wir um, weil es langsam dunkel und damit auch kalt wird. Aber Rocacorba werden wir irgendwann noch zu sehen bekommen.

Pujarnol Pujarnol Auf dem Weg nach Rocacorba Auf dem Weg nach Rocacorba

Mit dem Rad auf den Puig Clara

Eigentlich wollten wir am Silvestertag Richtung Pujarnol, aber irgendwie verfahren wir uns und gelangen auf die Ruta 1 der BTT-Karte Richtung Puig Clara. Das erste Stück ist mit vielen Tragepassagen, aber der Ausblick vom Puig Clara entschädigt. Ab dem Puig dann breite Feldwege und ein Stück Strasse, bis wir wieder am See angelangt sind. Die GPS-Daten hier.

Der Puig Clara Blick vom Puig Clara Blick vom Puig Clara Blick vom Puig Clara