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Banyoles Mai 2010

Knappe zwei Wochen (2010-05-20 - 2010-06-03) über Pfingsten in Banyoles. Diesmal wieder mit dem Auto, was gute 13 Stunden Fahrt für die 1160 km bedeutet. Aber wenn man sich am Steuer abwechselt.ist das ganz gut in einem Rutsch zu schaffen. Das Wetter frühsommerlich warm und bis auf einen Tag trocken. Wir wohnen in La Banyola.

Die ersten Tage sind der Erholung vorbehalten und vergehen wie im Flug mit der Organisation des Alltags, Frühstücken, Einkaufen, ein bisschen Herumgucken, Zeitung lesen....

Spanien im Mai 2010

Die Zeitungen sind wie bei uns auch voll mit Berichten und Einschätzungen über die Folgen und die weiteren Auswirkungen der Krise. Die Regierung beschliesst jede Menge Reformen, die im Kern Einsparungen und Kürzungen sind, die Opposition fährt weiter ihren Kurs der Verweigerung, das alles mündet in einer Abstimmung, die Zapetero dank der Enthaltung der katalanischen Nationalisten mit einer Stimme Vorsprung gewinnt.

Garzon, der im April, als ich das letzte mal in Banyoles war, von einer Anklage bedroht war, ist nun angeklagt und nimmt eine Stelle am internationalen Gerichtshof von Den Haag an. Ausserdem seitenweise Berichte über Korruptionsfälle, meistens die PP betreffend, aber auch die PSOE ist in verschiedene Fälle involviert. Egal, wo man sich mit Menschen unterhält, immer kommt das Gespräch auf die schwierige wirtschaftliche Situation und die ungewisse Zukunft.

Ausflug nach Beuda

Mit dem Auto ein Ausflug in die Umgegend, diesmal Richtung Beuda, einem der vielen schönen Ziele in der Alt Garrotxa. Vorbei an Serinya, wo wir die prähistorischen Höhlen besichtigen wollen, aber an den Öffnungszeiten scheitern (Sonntag Nachmittag ist keine gute Besichtigungszeit für Museen und Sonstiges in Spanien). Mittagessen in einem netten Hotel und dann über Besalu nach Beuda. Beuda ist wie viele Dörfer in den Pyrenäen nicht mehr wirklich besiedelt und ein wenig umgewidmet. Hier ist der Mittelpunkt ein Restaurant, das sehr interessant wirkt, daneben ein paar Häuser und eine Kirche mit einem kleinen Friedhof.

Beuda ist sicher ein guter Ausgangspunkt für Radtouren und Wanderungen. Wir fahren noch ein wenig in den Berg hinein, kehren dann aber um und beschliessen, das nächste Mal mit dem Fahrrad herzukommen.

Mit dem Fahrrad an die Küste

Banyoles liegt etwa 40 km vom Meer entfernt und wir machen einen zweitägigen Ausflug mit dem Rad nach Sant Pere Pescador. Da wir die Strecke nicht kennen, verfahren wir uns das ein oder andere Mal und die Tracks hier und hier spiegeln das entsprechend wider. Der Hinweg geht über mehr über die Hügel, allerdings ohne ernsthafte Steigungen, der Rückweg am Rio Fluvia entlang ist ein größeres Abenteuer mit einigen Schiebestrecken.

In Sant Pere übernachten wir in einem netten Hotel, dem El Moli  mit Swimming Pool und als Höhepunkt einer hauseigenen Bibliothek.

Gastronomischer Monat in Pla de l'Estany

Juni ist 'Gastronomischer Monat' in Pla de l'Estany. Die beteiligten Restaurants bieten ein spezielles Menu an. Auftakt ist ein Tapas-Verköstigung am Plaza Mayor. Da es in Banyoles nicht viele Touristen gibt, sind die Einheimischen in der Mehrheit. Sie glänzen vor allem durch Sachkunde.

Mit dem Fahrrad nach Esponella

Am Fluvia bei EsponellaIrgendwie haben die Katalanen die Vorteile von Fahrradwegen entdeckt und bauen unbeineflusst von der Krise munter an einem Radwewgenetz. So führt auch ein neuer Radweg von Banyoles Rochtung Esponella. Sehr angenehm, weil man als Radler nicht die doch vielbefahrenen Strasse benutzen muss. Wir biegen irgendwann ab Richtung Centenys ab und schlagen uns auf Waldwegen durch. Wirklich ein Paradies für Mountainbiker, hier der Track.

Markt in Banyoles

Mittwochs ist Markttag in Banyoles. Während auf dem Plaza Mayor eher die Kleidung und Gebrauchsgegenstände vertreten sind, finden sich Lebensmittel aus der Region und der Umgegend in den anliegenden Strassen und auf dem Plaza des Rhodes.